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Presse­meldungen

v.l.n.r.: Prof. Dr. Alexander Endress, Steffen Holly, Dr. Andrew McLeod, David Stammer, Hanna Lukashevich, Noah Choi

Perspektive 2036 - Musikwirtschaft in der Zukunft

30. Juli 2026

Die Popakademie Baden-Württemberg untersucht gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT im zweijährigen Forschungsprojekt „Perspektive 2036 – Musikwirtschaft in der Zukunft“, wie generative Künstliche Intelligenz Musikproduktion, Distribution, Rechteklärung, Lizenzierung und Verwertung bis zum Jahr 2036 verändern kann. Ziel ist es, mögliche Zukunftsbilder der Musikwirtschaft und Musikkultur zu entwickeln und daraus konkrete Empfehlungen und Handlungsbedarfe für politische Entscheidungsträger:innen abzuleiten. So sollen frühzeitig die Voraussetzungen für einen rechtssicheren, fairen und kulturell verantwortungsvollen Umgang von KI im Musikbereich geschaffen werden. Im Rahmen des Programms Insight II wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.

„Generative künstliche Intelligenz durchdringt unsere Gesellschaft in einem rasanten Tempo. Gerade im Zusammenhang mit digitalen Innovationen ist die Musikwirtschaft immer eine der ersten Kreativindustrien, die in teils disruptiver Weise davon betroffen ist. Wir müssen uns daher frühzeitig mit möglichen Konsequenzen dieser gesellschaftlichen Durchdringung auf unsere musikalische Kultur auseinandersetzen“, sagt Prof. Dr. Alexander Endreß, Studiengangsleitung Musikbusiness B.A. Popakademie Baden-Württemberg.

Das Projekt wird vom Fachbereich „Musik- und Kreativwirtschaft“ der Popakademie Baden-Württemberg geleitet. Verbundpartner ist das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT. Die Popakademie bringt ihre Expertise an der Schnittstelle von Musikwirtschaft, Digitalisierung und Branchenpraxis ein. Sie untersucht insbesondere die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Auswirkungen generativer KI auf die Musikbranche.
Mit seiner technologischen Expertise im Bereich Audio-KI analysiert das Fraunhofer IDMT den Stand und die Entwicklung generativer Musik-KI, bewertet technische Potenziale und Risiken und liefert damit die Grundlage für realistische Zukunftsszenarien.

„Generative KI verändert nicht nur kreative Produktionsprozesse, sondern stellt die Musikwirtschaft auch vor neue technologische und rechtliche Herausforderungen. Die Zusammenarbeit mit der Popakademie bietet eine besondere Chance, die Perspektiven der Menschen einzubeziehen, die von diesen Entwicklungen betroffen sind. Wir wollen verstehen, welche Erwartungen, Chancen und Bedenken sie mit der Technologie verbinden und so eine fundierte Grundlage für die verantwortungsvolle Weiterentwicklung schaffen“, sagt Andrew McLeod, Experte für KI und Musikanalyse am Fraunhofer IDMT.

Im Zentrum des Projekts steht die Frage, wie sich der Einsatz neuer Technologien in Musikproduktion und -distribution auf unsere Musikkultur auswirkt und welche politischen Reaktionen möglich bzw. notwendig sind. Ziel ist es, die zukünftigen Auswirkungen generativer KI auf Musikschaffende, Musikwirtschaft, Kultur- und Wirtschaftspolitik wissenschaftlich fundiert abzuschätzen sowie daraus tragfähige Handlungsoptionen abzuleiten. Es werden mögliche Zukunftsbilder der Musikkultur und der Musikwirtschaft bis zum Jahr 2036 modelliert und mit Stakeholdern diskutiert. Die Projektergebnisse sollen Politik, Musikwirtschaft und Gesellschaft dabei helfen, technologische Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und Strategien für einen rechtskonformen, ethischen und kulturell verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI im Musikbereich zu entwickeln – von der Produktion bis zur Verwertung. Die Erkenntnisse sollen unter anderem wichtige Impulse für die Präzisierung und Ausarbeitung von Rechtsnormen, Lizenzierungsverfahren, Transparenzanforderungen und Vergütungsmodellen liefern.

Das Projekt wird beim „INSIGHT Forum 2026 – Interdisziplinäre Perspektiven auf disruptive Innovationen“ am 29. und 30. September 2026 in Berlin vorgestellt. Mehr Informationen und Anmeldung unter:
https://www.bmftr.bund.de/DE/Services/Anmeldungen/Insightforum2026/insightforum2026_node#

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